| Der Tanz der Salome Als aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte Salome vor ihnen. Das gefiel dem Herodes gut. Darum verprach er ihr mit einem Eid, er wolle ihr geben, was sie fordern würde. Sie sprach: "Gib mir hier auf einer Schale das Haupt Johannes des Täufers!" Und der König wurde traurig; doch wegen des Eides befahl er, es ihr zu geben, und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. Und sein Haupt wurde hereingetragen auf einer Schale und dem Mädchen gegeben. Matth. 14, 6-11
Weibliche Waffen Mit den Waffen einer Frau setzt Salome das Todesurteil gegen Johannes den Täufer durch. Von ihrem erotischen Glanz geblendet, schlittert der König in eine Situation hinein, in der er gegen seinen Willen wie auch gegen das Recht entscheidet. Denn Johnannes war kein Verbrecher, sondern ein Mann der Klarheit und Wahrheit, der die gegen das Sittengesetz verstoßende Beziehung von Herodes und Salomes Mutter angeprangert hatte. Heute wird von Frauen berichtet, die "mit vollem Körperseinatz" Karriere machen. Nicht nur in Film und Show-Business, auch in Wissenschaft und Wirtschaft werden im Bett so manche Pluspunkte gesammelt. Und die harmlose Möglichkeit, durch ansprechendes Äußeres Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wird in unserer Kultur nicht nur gestattet, sondern sogar gerne gesehen. Dass Frauen erotisches Flair zeigen dürfen, hat durchaus sein Gutes. Dies wirkt als sozialer Kitt in unserer Gesellschaft, als Motivation für die Männer, sich nicht nicht nur mit Jagd (heutzutage nach Geld), Krieg und Technik zu beschäftigen, sondern vor allem menschlich und sozial zu fühlen. Es ist ja nicht die Regel, dass Männern beim Anblick von ein wenig nackter Haut gleich der Verstand stehenbleibt -- vielmehr stärkt erotisches Empfinden den Anreiz, sich für Frauen und Kinder einzusetzen. Und die in sozialen und künstlerischen Berufen häufige Homoerotik geht nicht selten mit einem besonderen gesellschaftlichen Engagement einher. Wer in einer guten Beziehung lebt, zieht aus dem in unserer Kultur erlaubten körperlichen Reiz des Partners viel positive Energie. Deshalb investiert man auch Liebe, Einfühlung und guten Willen in die Partnerschaft, in der man lebt. Gott belohnt uns Menschen dafür mit dem unvergleichlichen Glücksgefühl körperlicher Hingabe, das wesentlich von der Innigkeit und Vertrautheit der Beziehung abhängt. Wird dieser Anker zu schwach, läuft man Gefahr, wie Herodes von den Intrigenspielen dieser Welt aus der Bahn geworfen werden.
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Conrat Meit |
Natur und Fortschritt Barfußparkführer Naturismus