Die Hure Rahab

Josua sandte zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: "Geht hin, seht das Land an, auch Jericho." Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein. Da sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: "Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind, um das ganze Land zu erkunden." Aber die Frau verbarg die beiden Männer.

Buch Josua 2, 1-4

 

Daseinsberechtigung

Rahab ist eine Frau von sehr zweifelhaftem Ruf. Als Sünderin wird sie verachtet, am lautesten wahrscheinlich von Leuten, die heimlich ihre Liebesdienste in Anspruch nehmen. Doch obwohl sie am unteren Rand der Gesellschaft steht, hat Gott sie ausersehen, seinem auserwählten Volk eine entscheidende Hilfe bei der Rückkehr in das gelobte Land zu leisten.

Auch heute setzt Gott Zeichen seiner Gnade durch Menschen "am unteren Rand der Gesellschaft". Unter dem Titel
"Bordelldamen helfen Heinbewohnern"
schrieb die Süddeutsche Zeitung am 23. Dez. 2005 folgendes:

"Zu den Weihnachtsgeschichten, die nun verlesen werden, kommt eine neue hinzu -- eine Geschichte, die zeigt, wo es in dieser Gesellschaft noch Ehrbarkeit, Barmherzigkeit und Moral gibt."

Zur Beschämung der "christlich sozialen" Politiker Oberbayerns erhielten die 23 Bewohner eines Dachauer Altenheims anstelle des bisher vom Bezirk überwiesenen Weihnachtgelds eine Überweisung von einem Bordellbesitzer. Als Ersatz für den gestrichenen Zuschuss hatten die Mädchen dieses Etablissements gemeinsam einen Betrag von 33 Euro pro Heimbewohner gespendet.

"Die Damen des Hauses -- in ihrem Inneren offenbar der biblischen Maria Magdalena verbunden -- hatten in der Zeitung über die Sparmaßnahmen der Bezirke gelesen. Das, so meinten sie, sei eine "Riesen-Schweinerei" gegenüber den Heimbewohnern. Immerhin diene das Geld den alten Menschen dazu, an der Feiertagen Weihnachtspost, Telefonate, kleine Geschenke oder Familienheimfahrten zu finanzieren."

Also haben die Bordelldamen das Weihnachtsgeld für die alten Leute gesammelt und damit ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit gesetzt. Gegen den Trend, diese immer mehr den sogenannten "Reformen" zu opfern, haben sie Gottes Willen getan.

--> Simson und Delila -- Vertrauen

 

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