| Der Tanz der Mirjam Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. Und Mirjam sang ihnen vor: "Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt." 2. Buch Mose 15, 20-21
Erfolg macht sexy Wenn eine Volksgruppe einen großen, historischen Fortschritt erzielt, feiern dies die Frauen, indem sie ihren Liebreiz und ihre Leidenschaft zur Entfaltung kommen lassen. Seit dem Auszug der Juden aus Ägypten, den Mirjam mit ihrem und der anderen Frauen Tanz feierte, hat dies die Welt unzählige Male gesehen. So war es auch in Deutschland nach den Zweiten Weltkrieg. Die unvorstellbare Zerstörung musste zunächst beseitigt und erträgliche Lebensbedingungen wiederhergestellt werden. In den 50er Jahren krempelte man die Ärmel hoch, ansonsten war die Arbeitskleidung alles andere als offenherzig. Weder Beine noch Rücken oder Décolletés wurden gezeigt. Denn man war nicht zum Vergnügen in diesem Land, sondern musste um die Schaffung der Lebensgrundlagen ringen. Und mit hohem persönlichen Einsatz, viel Disziplin und Verzicht auf das Glück des Augenblicks gelang das deutsche Wirtschaftswunder. Doch Mitte der 60er Jahre schnellten plötzlich die Rocksäume um einen halben Meter nach oben, die Badeanzüge wurden durch Bikinis abgelöst und diese wurden immer knapper -- wenn sie überhaupt noch getragen wurden. Und die Männer durften sich nach dem Vorbild der Beatles und Rolling Stones die Haare wachsen lassen. Die Mädchen trugen rückenfreie Tops, BHs wurden zu Ladenhütern. Die Magazine und Illustrierten brachten reich bebilderte Berichte von der FKK-Bewegung, die man vorher (wie auch heute wieder) totgeschwiegen hatte. Viel wichtiger noch war es, dass die Gleichberechtigung der Frau zum Programm und bis zum heutigen Tag auch zum Erfolg wurde. Nachdem die Nachkriegswehen ausgestanden waren, kam der Körper wieder zu seinem Recht. So traten Leute (bekannt wurde vor allem Oswalt Kolle) vor die Kamera und machten den Leuten klar, dass Sex nicht einfach ein mechanischer Akt zur Kinderzeugung ist, sondern eine vielseitige Aktivität, die den Paaren unermesslich viel Glück und Zufriedenheit bringen kann. Dies war damals so heiß umstritten, wie es heute selbstverständlich ist. Nach dem zweiten Weltkrieg haben Europas Bürger eine stabile demokratische Grundordnung aufgebaut, Presse, Religions- und Meinungsfreiheit zum Maßstab gemacht und den Frauen- und Menschenrechten zum endgültigen Durchbruch verholfen. Diese Fortschritte sind wahrhaftig ein Grund zum Feiern! Deshalb müssen die Europäerinnen nicht verschleiert gehen, sondern dürfen lebenslustige Mode tragen und ihr natürliches erotisches Flair zur Wirkung kommen lassen. Dass Frauen ganz ohne Einschränkung Mensch sein dürfen, ist eine der größten Stärken der abendländischen Kultur unserer Tage. --> Bad der Bathseba -- Frauenrechte
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