Ein Barfuß-Sinnespfad mit Materialien auf Vliesbahnen

Zurück zum
pz_findlinge_mittel.jpg (34561 Byte)
Barfußparkführer

Wenn ein Barfußpfad vorübergehend aufgebaut werden soll, besteht die einfachste Lösung darin, die Materialien auf Vliesbahnen auszulegen. Denn anschließend kann man sie nahezu rückstandsfrei von Sport- oder Spielflächen, Schulhöfen oder Stadtplätzen entfernen.

vergrößerbare Miniaturansichten:

Anlage und Gestaltung Angepasst an die örtlichen Gegebenheiten überlegt man, wo der Barfußparcours verlaufen soll, und legt wasserdurchlässige Vliesbahnen von ca. 1,50 m Breite aus. Geeignet ist z.B. Maler-, Drainage- oder Gartenvlies, bei größerer Belastung ggf. zweilagig. Das ist wichtig, damit man die Materialien wieder einfach und vollständig entfernen kann. Wenn man im Sommer eine Rasenfläche nutzt, sollte das Gras rund um den Fühlpfad frisch gemäht sein, damit keine Bienen durch blühenden Klee angelockt werden.

Je nach Platzangebot und zur Verfügung stehender Materialmenge kann man entweder eine kleine Lösung wählen und das Vlies auf halber Länge im spitzen Winkel umgeschlagen, so daß ein V entsteht. Ansonsten kann man mehrere Bahnen zu einem größeren Parcours kombinieren.

Im Freien muss man die Vliese befestigen, damit sie nicht vom Winde verweht werden. Auf Naturboden geht das mit Steinbrocken an den Ecken und Seiten. Auf Asphalt, Steinplatten oder Pflaster empfiehlt sich die Fixierung mit kleinen Stücken Doppelklebeband. Die Materialien legt man in der Mitte der Vliesbahnen aus und lässt zwischen ihnen etwa einen Meter Abstand, denn bei der vorhersehbaren eifrigen Benutzung des Parcours tritt sich im Laufe der Zeit alles breit.
 

vlies.jpg (52510 Byte)

Was die Natur beisteuert
Herbstlaub raschelt so schön -- und unter Lärchenbeständen findet sich ein angenehmes Polster von abgefallenen Nadeln.
 
Fichtenzapfen – die Menge für 3 m Strecke kann man im Wald in weniger als einer halben Stunde sammeln; wenn man Helfer hat, geht es schneller. Einen Tag vor der Verwendung sollte man die Zapfen nass machen, damit sich die Schuppen anlegen. Wenn sie dann in der Sonne liegen, sollte man sie ab und zu begießen.
 
Kiefernzapfen sind zu stachelig für das Barfußlaufen. Ein paar Handvoll davon sind aber für Greifspiele mit den Zehen sehr nützlich.
 
Baumrinde – wenn gefällte Bäume abtransportiert werden, bleibt jede Menge davon liegen;
 
Moos vom Waldboden – ein Sack ist damit schnell gefüllt, es sollte nur nicht zu viel Erde daran hängen;
 
Rindenmulch, Sägespäne, Heu oder Stroh, Sand, verschiedene Arten Rollkies oder auch feiner Splitt sind geeignete Materialien, die man leicht beschaffen kann. Vielleicht spendet jemand 20 €, damit im Baumarkt eine ordentliche Materialvielfalt in allen Farben und Formen gekauft werden kann.
 
Und ansonsten gibt es noch vieles auszuprobieren!
 
Ach ja, am meisten Spaß macht Barfußlaufen natürlich auf Glasscherben......

glasscherben.jpg (83997 Byte)

Bezugsquelle für geeigneten Glaskies ist z.B die Firma DECO STONES

Die Materialien lassen sich gut in Kartons, Kästen oder Kartoffelsäcken lagern. Plastiksäcke sind nur für trockene Materialien geeignet.

 

7a_Nadeln_sammeln.jpg (65867 Byte)

7a_Rinde_.jpg (82706 Byte)

7a_moos_.jpg (78045 Byte)

Variationen aus Holz Baumstammstücke zum Drübersteigen machen Spaß, vorausgesetzt sie sind standfest genug.

Als Übergangsstrecke zwischen den Vliesbahnen ist eine Strecke aus Halbrundhölzern interessant, wie sie als Beetumrandung im Gartenhandel erhältlich ist.

beetumrandung.jpg (48920 Byte)

st2005_9_staemme1.jpg (50613 Byte)

Balancieren und Fühlen Eine ideale Ergänzung ist eine Möglichkeit zum Balancieren. Das kann einfach eine Reihe von Steinen sein, die auf der Unterseite flach sind und somit stabil liegen. Diese sollte man in ca. 50 cm Abstand auslegen, damit man von einem zum anderen balancieren kann. Wenn vorhanden, kann dazu auch ein gut befestigter Balken verwendet werden.

Auf dem Parcours kann gelaufen, gefühlt und Geschicklichkeit geübt werden; vor allem macht es Spaß, mit geschlossenen oder verbundenen Augen die Materialien zu erraten. Auf einem größeren Parcours kann man sich aneinander festhalten und hintereinander in einer Schlange laufen, wobei nur der erste die Augen offen haben darf. Wichtig ist vor allem, daß man die Kinder und Leute die Freude am "Leben auf freiem Fuß" selbst entdecken läßt -- manche mögen rennen, hupfen, tanzen. Viele wollen gar nicht mehr aufhören!

rennen.jpg (109573 Byte)

balance.jpg (94442 Byte)

blind_fuehren.jpg (59427 Byte)

Zurück zum Thema Barfuß-Sinnespfade