Kleine
Herausforderungen
Barfuß klettern:
Seine ganze Vielseitigkeit kann der Fuß beim barfüßigen Klettern bewähren -- und trainieren! Dies soll natürlich nicht in schwindelerregende und absturzgefährliche Höhen führen. Niedrige Bäume, Sprossenwände, sichere Klettergeräte auf Spielplätzen, höhere Kletterwände nur mit Seilsicherung, vielleicht auch kurze und unschwierige Felskletterei sind die geeigneten Gelegenheiten.
Aufrechten Ganges über Kieselsteine schreiten:
Scharfkantiger Schotter oder Splitt ist ein unangenehmer Untergrund für bloße Füße. Besteht der Kies jedoch aus abgerundeten Brocken (Moränenkies, Flußkies), kann man die Anpassungsfähigkeit der Sohlen testen, ohne dabei Schaden zu nehmen.
Dabei ist die grundsätzliche Regel: Außenkanten belasten, dann tut es nicht weh -- und es wirkt dem weitverbreiteten Senkfuß entgegen! Je nach Größe und Form der Kiesbrocken kann man auch andere Gehtechniken probieren, z.B. auf den Fußballen von einem flachen Stein zum anderen balancieren
Der gelungene Barfüßerauftritt in der Öffentlichkeit:
In Mitteleuropa schätzt die öffentliche Meinung das Barfußlaufen durchaus positiv ein. Barfuß an die Öffentlichkeit zu treten kostet also nur am Anfang ein wenig Mut. Meist kommt es sogar recht gut an, wenn Einzelpersonen, Paare oder Familien barfuß bei der Eisdiele oder im Biergarten, auf der Tanzfläche, im Park oder auf dem Spielplatz, beim Sport oder beim Wandern aufkreuzen.
Und als besonders lesenswertes Beispiel sei auf den barfüßigen Autritt eines süddeutschen Kinderchores bei einem Wettbewerb hingewiesen -- nicht zuletzt, weil er zum Sieg führte!
Schneetreten:
Schnee fühlt sich mit den Füßen genauso schön an wie mit den
Händen! Solange die Temperatur nahe dem Gefrierpunkt liegt, macht es großen Spaß, in
frisch gefallenem Schnee barfüßige Tänze aufzuführen. Ungeeignet sind allerdings
durchgefrorener Harsch und Streusalzmatsch. Schneegehen ist natürlich nur so lange zu
empfehlen, wie man es gut aushält -- für den Anfang vielleicht eine Minute lang, für
geübte "Yetis" ggf. auch ein wenig länger. Spätestens, wenn die Zehen
anfangen zu schmerzen, muss man die Kneippanwendung beenden. Die Kälteempfindlichkeit
kann individuell sehr unterschiedlich sein. Am übrigen Körper sollte man beim
Schneetreten warm angezogen sein -- es sei denn, man nutzt den Schnee zum Abkühlen nach
der Sauna.
Wenn man in Bewegung bleibt und dadurch Muskelwärme erzeugt, besteht bei kurzem Schneetreten weder Erkältungs- noch Erfrierungsgefahr. Gerade das Gegenteil ist der Fall: die Erzeugung von Körperwärme wird angeregt, und man hat die ganze darauffolgende Nacht wunderbar warme Füße. Das nimmt den Schnupfenviren jede Angriffsmöglichkeit.
Falscher Ehrgeiz und Wettbewerbe "wer es am längsten aushält" sind bei diesem Winterspaß allerdings fehl am Platze! Langandauernde Unterkühlung könnte bei Kindern auch die Wachstumsfugen der Knochen schädigen. Wenn man ein Zeitlimit von 1 min bei ca. null Grad oder 30 sec bei nicht unter -5 Grad einhält, kann Schneetreten auch für Kinder empfohlen werden. Sehr kalter Schnee betäubt die Haut. Das ist gefährlich, weil man den warnenden Kälteschmerz kaum noch spürt.