Fühlstrecken für Barfußpfade und Spielplätze
lose Materialien
| Jeder Barfußpfad sollte einige Stationen für das Fühlen unterschiedlicher Materialien haben. Stark abhärtende Materialien wie grobe Kiesel, Splitt, grobe Hackschnitzel dürfen nur kurze Abschnitte einnehmen, angenehmer Untergrund sollte überwiegen. Lösungen für das Gehen mit geschlossenen Augen zeigt das Kapitel Blindgang. | ||
| vergrößerbare Miniaturansichten: | ||
| Ausführungsformen: | Sand, Holzschnitzel oder Rindenmulch
können einfach auf den Weg geschüttet werden. Bei anderen Materialien wie Kiesel,
Fichtenzapfen etc. ist jedoch eine Einfassung zu empfehlen, damit sie von der Füßen der
zahlreichen Besucher nicht in alle Richtungen verteilt werden. |
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| Gut geeignet ist eine Einfassung mit
Holzbalken oder Steinrahmen. Man sollte eine Materialschicht von 10 cm Dicke und eine
zusätzliche Randhöhe von mindestens 5 cm vorsehen. Ein dunkles,
wasserdurchlässiges Vlies sollte untergelegt werden, damit keine Disteln, Brennnesseln
und sonstiges Grünzeug hochwachsen. |
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| Ein Geländer ist für geübte Barfußläufer reine Verzierung -- viele andere schätzen es aber durchaus, wenn sie daran Halt finden. | ![]() |
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| Fühlstrecken können in den Boden eingelassen werden. Auch hierbei empfiehlt sich, ein dunkles Vlies unterzulegen. |
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| Die Parallelführung von gröberem Material und feinem Sand macht die Fühlstrecke komfortabel. So können die Besucher den Abhärtungsreiz nach eigenem Wunsch dosieren und auf den Sand überzuwechseln, sobald die Füße "genug haben". | ![]() |
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| Auch parallel zu einem Gehweg kann eine Fühlstrecke verlaufen. Optisch ansprechende Lösungen können auch im städtischen Bereich, z.B. in Grünanlagen oder Innenhöfen verwirklicht werden. | ![]() |
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| Ein ansprechendes Labyrinth mit vielfältigen im Rasen eingelassenen Materialien ist eine Attraktion für die Kurgäste. Das abgebildete Beispiel aus Bad Kissingen ergibt einen Barfußpfad von 250 m. | ![]() |
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| Abwechslung der Materialien | Abschnitte mit verschiedenen Materialien können mit Querbalken voneinander getrennt werden. Wenn größere Besucherzahlen (mehr als 10 000 pro Jahr) erwartet werden, durchmischen sich die Materialien in einer solchen Anordnung zu rasch. Dann ist es besser, räumlich getrennte Einfassungen für die einzelnen Materialien anzulegen. | |
| Das Problem der Durchmischung erübrigt sich, wenn man die losen Materialien zwischen Holz- oder Steinbelägen anordnet. | ![]() |
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| Empfehlenswerte Materialien: | Im Sand geht jeder gerne barfuß! |
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| Flusskies oder runder Rollkies verschiedener Größe bieten Abwechslung. Die gröberen Sorten sollten nur für kurze Strecken verwendet werden! Auch feiner Splitt in dicker Lage ist gut geeignet. | ![]() |
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| Rindenmulch ist für schattige Wegabschnitte zu empfehlen, an der Sonne trocknet er aus und fühlt sich unangenehm stachelig an. Dies gilt für Kiefernrinde weniger als für Fichtenrinde. | ![]() |
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| Zu empfehlen sind die Zapfen von Fichte (leicht zu sammeln) und Lärche (schwieriger zu sammeln). Kiefernzapfen sind zu stachelig. Da sich die Zapfen bei Trockenheit und Sonneneinstrahlung aufplustern und dann schnell zerbröseln, bringt man sie am besten an schattigen und feuchten Stellen unter. | ![]() |
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| Flaschenkorken, Ziegelbruch, Nussschalen -- auch ungewöhnliche Materialien lassen sich für eine Fühlstrecke verwerten. | ![]() |
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| Die Nadeln der Lärche, die im Herbst abfallen, ergeben einen wunderbar weichen Waldbodenteppich, der nach einigen 10 000 Besuchern ziemlich plattgewalzt, aber immer noch sehr angenehm zu begehen ist. Auf Teerwegen, die durch Lärchenbestände führen, kann man mithilfe einer Schneeschippe etliche Schubkarrenladungen zusammentragen. | ![]() |
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| Und natürlich Glasscherben! | Abgestumpfte Glasscherben in verschiedenen Farben und Größen, auf denen man bestens barfuß gehen kann, sind unter der Bezeichnung Glaskies oder Glassplitt im Handel. Eine Bezugsquelle, auch für Kleinmengen ab 25 kg ist die Firma DECO STONES. Am besten verwendet man eine ungewöhnliche Farbe, damit man erkennen kann, falls ein Witzbold echte Scherben dazulegt. |
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