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Barfuß wandern mit Schulklassen und Kindergruppen |
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| Barfußwandern kann dem etwas aus der Mode gekommenen Wandern mit Schulklassen und Kindergruppen neue Impulse geben. Hierbei ist die Aufmerksamkeit aller Sinne ebenso gefordert wie der soziale Zusammenhalt beim Überwinden kleiner Hindernisse. Ohne Schuhe loszuziehen ist ein harmloses, aber dennoch spannenden Abenteuer, bei dem die Natur ebenso intensiv erlebt wird wie die Kameradschaft. | ![]() |
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| Gute Erfahrungen | "Das Wetter war prächtig und die
Kinder hatten riesigen Spaß daran, die verschiedenen Untergründe mit den nackten Füßen
zu ertasten." "Die matschigen Stellen (es gab reichlich) wurden von einigen doppelt gegangen, so gut gefiel es ihnen! Das Waten im Bach machte viel Spaß und auch das Klettern durch den Hang erwies sich als Attraktion." "Am Schlußpunkt der Wanderung machte kaum einer Anstalten, die Schuhe anzuziehen. Wozu denn? Sooo schön war dieser Wandertag ohne Schuhe!" "Alle Kinder und auch wir Erwachsenen waren uns einig, noch im heurigen Jahr eine weitere Barfußwanderung zu unternehmen." Diese Sätze aus Erfahrungsberichten vom Barfußwandern mit Schulklassen und Sportgruppen geben Anreiz zur Nachahmung! |
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| Zielgruppen |
Schüler der 2. bis 8. Jahrgungsstufe bzw. Sport- und Kindergruppen im Alter von 7-14 Jahren können für Barfußwanderungen gewonnen werden. Um den Vorschlag zur Sprache zu bringen, ist ein praktischer Aufhänger hilfreich, z.B. die Gestaltung eines Fußfühlpfads bei einem Schulprojekttag oder Fußgymnastik im Sporttraining. Auch viele Unterrichtsthemen (s.u.) oder Schulprojekte können der Idee einer Barfußwanderung den Boden bereiten. |
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| Eltern einbeziehen |
Die Eltern sollten rechtzeitig informiert werden und erfahren, dass es sich um eine gut vorbereitete und umsichtig geführte Aktion handelt, die mit keinerlei Gefahren für die Kinder verbunden ist. Auch lohnt es sich, die Eltern zum Mitmachen einzuladen. Fast immer stößt diese Anregung auf Interesse, und einige erwachsene Barfußwanderer sind eine ideale Unterstützung für die ganze Unternehmung. |
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| Geeignete Wege finden | Die Grundvoraussetzung ist,
dass man eine Strecke von ca. 6-10 km Länge ausfindig macht, die durchgängig barfuß
begangen werden kann. In der Wanderkarte empfiehlt sich der Blick auf als
"unbefestigt" ausgewiesene Strecken. Herumhören bei Wandervereinen,
Tourist-Infos, wandererfahrenen Kolleg(inn)en oder Eltern hilft ggf. weiter. Zum Erkunden
einer Wegeführung und zum Abklären von Alternativen kann man ein Mountainbike benutzen,
sollte die Strecke aber vorher unbedingt barfuß abgewandert sein! Geeignet sind Strecken, die - möglichst im Wechsel - über Sand, Wiese, Lehm, Waldboden, Pflastersteine führen. Kurze Stücke von Asphalt, feine Kiesel bzw. Schotter können enthalten sein. Grober Schotter wird vieleicht noch für 50-100 m als Mutprobe akzeptiert. Idealerweise führt der Weg durch eine abwechslungsreiche Landschaft, auch mal auf und ab oder - besonders gern - durch Wasser und feuchte Stellen.Die Barfußwanderung braucht einen Höhepunkt -
das kann bei jüngeren Schülern ein schöner Spielplatz sein, ein Aussichtspunkt, bei
Älteren eine interessante Besichtigung, oder eine abenteuerliche Kletterpartie, oder oder
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| Vor dem Start | Wenn Temperaturen zwischen 15
und 30 Grad zu erwarten sind, kann sich die Gruppe bedenkenlos barfuß auf den Weg
machen. 10:00 Uhr ist eine gute Zeit zum Loslaufen. Als Kleidung eignet sich neben wetterangepasster Oberbekleidung eine Hose, die bis über die Knie reicht und die Waden frei lässt (dann muss man keine Angst vor Matsch haben). Turnschuhe oder Trekkingsandalen verschwinden in einer Plastiktüte im Rucksack. Gesunde Verpflegung, genug zum Trinken und ein Handtuch runden die Ausrüstung ab. Zur Ausrüstung des Führers gehört - wie immer - Verbandsmaterial einschließlich eines Desinfektionsmittels und einer Pinzette, mit der ggf. ein eingetretener Dorn entfernt werden kann. Gegen Zecken und andere Insekten schützt das Einreiben mit einem Schutzmittel (und eine Inspektion beim Duschen zuhause). |
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| Auf freiem Fuß unterwegs | Zu Beginn der Wanderung können
Fußgymnastikspiele als Einstimmung dienen. Dies hilft, anfängliche Verlegenheit zu
überwinden und aktiviert das Bewegungsgefühl der Füße, so dass sie vom ersten Schritt
an den richtigen Bewegungsablauf finden. Auch fördert dies von Anfang an den sozialen
Zusammenhalt, der auch weiterhin gefordert ist, wenn man sich etwa gegenseitig auf
Hindernisse aufmerksam macht. Natürlich ist so viel gegenseitige Rücksichtnahme
angesagt, dass auch die Langsameren mitkommen. Naturerfahrungsspiele aller Art - besonders natürlich das Führen mit verbundenen Augen - und kleine fußzentrierte Wettbewerbe (z.B. Weitwurf mit den Füßen, auf einem Bein hupfen, rückwärts balancieren) ergänzen das Wandererlebnis sinnvoll. |
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| Lernen und erleben | Es bieten sich vielfältige
Möglichkeiten der Anknüpfung an den Unterrichtsstoff, naheliegend ist das natürlich
für die Fächer Sport und Biologie. Die Wahrnehmung des
Bodens lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt des Lebens, die er hervorbringt, und
außerdem auf seine physikalischen Eigenschaften und veranschaulicht so
manches Thema des Erdkundeunterrichts. Das Thema "Kleidung und Schuhe" spielt auch in Fragestellungen der Geschichte, Sozialkunde und Religion hinein. Und in der bildenden Kunst ist festzustellen, dass Menschen ganz bevorzugt barfuß dargestellt werden. Was hat es also mit der Faszination des "Lebens auf freiem Fuß" auf sich? Was kann damit symbolisch ausgedrückt werden? Dank so vieler Anknüpfungspunkte ist auch die Einbindung einer Barfußwanderung in größere Projekte oder Projektwochen möglich, hier eine kleine Auswahl von denkbaren Themen:
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| Quelle | Langen, G., Barfußwandern mit Schülern, Zeitschrift für Erlebnispädagogik, 24. Jahrgang (2004), S. 45 - 48 |